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Einige Momente im Leben mit einem Kind mit Behinderung

 

Tammo (5 ½ Jahre, Down-Syndrom) steht im Mittelpunkt der Familie:

Morgens holt der Papa Tammo aus dem Bett, schäkert mit ihm, wickelt und wäscht ihn und zieht ihn an. Tammo ist nach dem Aufstehen immer guter Laune und steckt uns damit an.

Ist er so weit fertig, wird es für uns schwieriger. Tammo geht unternehmungslustig in die Küche und schaut hier- und dahin. Wenn ihn etwas lockt – und das ist oft der Fall - , ist er ganz schnell und hat schon etwas runtergeworfen, ehe wir richtig reagieren können. So kann einer von uns sich so lange nicht zum Frühstück setzen, wie Tammo „frei herumläuft.“ Man muss hinter ihm stehen und vorhersehen, was er tun könnte. Ist er erst mal in den Hochstuhl geklettert und möchte essen, wird die Anspannung weniger. Jetzt heißt es nur noch darauf zu achten, dass er nicht Teller oder Löffel runterwirft oder an der Tischdecke zieht. Wenn er keinen Hungen hat, essen wir mehr oder weniger in Etappen. Wenn wir Glück haben, spielt er auch allein in seinem Zimmer.

 

Tammo kann nicht sprechen und versteht auch noch nicht sehr viel, wenn man etwas zu ihm sagt. Deshalb setzen wir Bildkärtchen und Gesten zur Verdeutlichung ein. Es ist für uns immer wieder schön, wenn er etwas versteht, was wir ihm auf diese Art und Weise sagen. Wenn ich mit ihm Fahrrad fahren will – und Tammo fährt sehr gern auf dem Kindersitz hinter mir mit –, es sage und dazu die Geste mache oder ihm das Bildkärtchen zeige, geht er zum Hinterausgang unseres Hauses und schaut uns erwartungsvoll an, weil das Fahrrad hinterm Haus steht. Auch dieser Blick voller Vorfreude ist für uns so schön. (Die Jahre, in denen er nichts von dem verstanden hat, was wir sagten, und wir ihn immer nur schieben, ziehen, zerren mussten, waren sehr frustrierend für beide Seiten.) Wenn wir auf unserer üblichen Tour zu einem Spielplatz kommen, kann ich ihn fragen, ob er zum Spielplatz möchte (ich weise mit meiner Hand auf den Spielplatz) oder ob er weiterfahren möchte (ich zeige auf den weiteren Weg). Tammo strahlt mich dann an und wirft seine Hand in die Richtung, in der sein Ziel liegt und ich kann seinen so geäußerten Wunsch erfüllen.





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